| Bilingualer Unterricht |
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Seit 1994 haben die Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Realschule Kornwestheim die Möglichkeit, am Erdkundeunterricht in englischer Sprache teilzunehmen. Aus dem anfänglichen Projektmodell, das vorerst auf das siebte Schuljahr beschränkt war, entwickelte sich schrittweise das heutige Schulprofil. Bilingualer Unterricht an der Theodor-Heuss-Realschule Seit 1994 haben die Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Realschule Kornwestheim die Möglichkeit, am Erdkundeunterricht in englischer Sprache teilzunehmen. Aus dem anfänglichen Projektmodell, das vorerst auf das siebte Schuljahr beschränkt war, entwickelte sich schrittweise das heutige Schulprofil. Es umfasste bilinguale Vorkurse im fünften und sechsten Schuljahr, fast durchgängig bilingualen EWG-Unterricht in den Klassen sieben bis zehn sowie ergänzende bilinguale Module in anderen Fächern. Seit dem Schuljahr 2007/2008 sind wir eine von fünf Modellschulen für bilinguales Lehren und Lernen in Baden-Württemberg. In einem Schulversuch widmen sich diese der Einrichtung eines bilingualen Zuges. Durch diese Maßnahme konnte das bilinguale Angebot nochmals deutlich ausgebaut werden, so dass nun alle Schülerinnen und Schüler ab Beginn von Klasse 5 bilingualen Unterricht genießen. Die erfolgreiche Teilnahme wird unseren Schülerinnen und Schülern durch ein Testat bestätigt, das dem Zeugnis beigefügt und bei Bewerbungen genutzt werden kann. Rahmenbedingungen und Ziele des bilingualen Unterrichts Mit dem gemeinsamen Binnenmarkt gewinnt Europa immer mehr an Bedeutung für uns und damit auch die Mehrsprachigkeit unserer Kinder und Jugendlichen. Die Region Stuttgart stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor im Land dar und braucht künftig Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits bei Ausbildungsbeginn fremdsprachlich versiert sind. Diesen Anforderungen trägt auch der reformierte Bildungsplan von 2004 Rechnung, in dem bilinguales Lernen und Arbeiten in allen Sachfächern gefördert wird und eine der allgemeinen Leitfragen darstellt. Unsere Schülerinnen und Schüler sind nach der Schulzeit in der Lage, sich über Sachverhalte und Probleme der Lebens- und Berufswelt in der englischen Sprache zu verständigen. Somit steigen ihre Chancen, Berufe zu ergreifen, für die Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar sind. Ziel und Anliegen unseres Schulprofils "bilingualer Unterricht" ist es daher, die kommunikative Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache zu erweitern und über den gewöhnlichen Englischunterricht hinaus Fertigkeiten in der englischen Sprache zu üben und zu fördern. Da die Fremdsprache hier Träger echter sachfachlicher Inhalte ist, müssen sich Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise bemühen, Inhalte zu begreifen, um sie dann weiter zu bearbeiten oder behalten zu können. Hierfür stellen wir im Rahmen unseres Schulprofils zusätzliche Unterrichtszeit zur Verfügung, so dass kleinschrittig und damit sehr intensiv gelernt werden kann. Dabei haben „bilinguale“ Schülerinnen und Schüler den deutschsprachigen gegenüber keineswegs Nachteile, wie interne Erhebungen gezeigt haben. Die Lernenden stellen fest, dass sie sinnvolle Verwendung für die Fremdsprache haben und sich bereits mit begrenztem Wortschatz verständigen können; sie entdecken ihre Fähigkeit, fachspezifische Informationen in der Fremdsprache auszudrücken und sind dabei hoch motiviert. Sie lernen, ihre Meinung zu äußern und Stellung zu einer Sache zu nehmen, ohne dass ein Sprechanlass künstlich herbeigeführt werden muss, denn dieser ergibt sich aus dem Zusammenhang des Sachfachunterrichts. Sprachliche Fehler werden ignoriert, sofern sie dem inhaltlichen Verständnis nicht hinderlich sind und haben daher keinen Einfluss auf die Fachnote. |




